Entgeltformen & Entlohnungsmodelle
Zuletzt aktualisiert Vor etwa 1 Monat
Zeitlohn und Stundenlohn
Mehr Informationen zur Mehrarbeit erhalten Sie im Handbuch: BLO Arbeitszeitkonto.
Ohne Arbeitszeitkonto, Grundstunden und Zuschlag
Beispiel
Für die Berechnung der Mehrarbeit-Grundstunden sowie der Mehrarbeit-Zuschlags-Stunden. Personalnummer mit Gehaltsverteilung, "Monat Mehr", und ohne Arbeitszeitkonto.
Mehrarbeit-Grundstunden
Es liegen folgende Mehrarbeits-Grundstunden vor:
- 20.04. Lohnart Zeitlohn: 0,5 Stunden Mehrarbeit
- 27.04. Lohnart Zeitlohn: 0,5 Stunden Mehrarbeit
- 13.04. Lohnart Passive Stunden: 3,5 Stunden Mehrarbeit
- Minderstunden am 16.04. Lohnart Passive Stunden: -0,5 Stunden Mehrarbeit
Ergibt 4 Grundstunden.
Mehrarbeit-Zuschlag-Stunden
Die Berechnung der Mehrarbeit-Zuschlags-Stunden unterscheidet sich in folgenden Punkten von der Mehrarbeit-Grundstunden-Berechnung:
- Minderstunden
Minderstunden werden grundsätzlich abgezogen. Das ist in diesem Bsp.: 16.04. -0,5 Stunden Mehrarbeit
- Passive Stunden
Passive Stunden werden für die Zuschlags-Berechnung nur dann herangezogen, wenn bei der Lohnart laut Lohnartenstamm, Register Steuerung "Überstd. Zuschlag passive Stunden" angekreuzt ist.
Dies trifft im Beispiel für die Lohnart Passive Stunden nicht zu.
- Ergebnis
Mehrarbeitszuschlag-Stunden 1 (Zeitlohn (20. und 27.04.) minus 0,5 Minderstunden (Passive Stunden am 16.04.), ergibt 0,5 Stunden Mehrarbeit
In dieser Berechnung unterscheiden sich also die Grundstunden von den Zuschlags-Stunden. Dies ist möglich. Im Beispiel ist es jedoch wahrscheinlich, dass die passiven Stunden mit genau den Sollstunden hätten berichtet werden sollen. Das hätte 1 Grundstunde und 1 Zuschlagsstunde ergeben.
Ohne Arbeitszeitkonto, Grenze für Zuschläge
Grenze für Mehrarbeits-Zuschläge
Dieses gilt nur für Personalnummern ohne Anspar- oder Ausgleichskonto: Für Personalnummern mit monatlicher Überstundenberechnung oder monatlicher Überstundenberechnung bei Gehaltsverteilung:
Es kann eine Stundengrenze definiert werden, ab denen Überstundenzuschläge abgerechnet werden. Diese Stundengrenze kann also von den Sollstunden abweichen.
Diese Festlegung kann unter Arbeitszeitwirtschaft, Arbeitszeitgruppe, und dann über den Arbeitszeitgruppen-Button "Arbeitszeitdef. pro AZG" getroffen werden. Hier können Eintragungen vorgenommen werden pro Arbeitszeitgruppe. Es kann Grenze "Zuschläge über x Std." eingetragen werden: erst ab der Stunde nach dieser Grenze werden Überstundenzuschläge ermittelt. Dieser Eintrag "Arbeitszeitdef. pro AZG" dient ansonsten auch zum Eintrag von abweichenden Arbeitsstd. pro Woche etc. Wenn dies nicht der Fall ist, die Spalte "statt Arbeitszeitszeitdef." nicht ankreuzen.
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppe, Bearbeiten, "Arbeitszeitdefinition pro AZG".
Webclient:
Überstunden-Zuschlag, ohne Arbeitszeitkonto
Wenn kein Arbeitszeitkonto vorliegt, dann gibt es insbesondere für Teilzeitkräfte diese Steuerung zur Auszahlung von Überstunden-Zuschlägen: Bei der Arbeitszeitgruppe kann definiert werden, dass Zuschläge gezahlt werden, wenn die Arbeitsstunden eine monatliche Grenze überschreiten. Dies wurde so ergänzt, dass statt einer festen Anzahl Stunden ein Verweis auf die Sollstunden einer Vollzeit-Arbeitszeitgruppe eingetragen werden kann. Dann werden Überstunden-Zuschläge gezahlt, sofern die Sollstunden dieser AZG überschritten werden.
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppe, Bearbeiten, "Arbeitszeitdefinition pro AZG", Zuschläge über Sollstd der AZG.
Webclient:
Mehrarbeit, Kontierung
Mehrarbeitszuschlag und KSt
Unter Umständen kann die Lohnart mit der Funktion 1461 Mehrarbeitszuschlag auch als Folgelohnart eingetragen und abgerechnet werden:
Wenn z.B. Mehrarbeit vorliegt, das Arbeitszeitkonto bereits die maximalen Stunden aufgenommen hat, aber dennoch manuelle Zugangsstunden berichtet werden und wenn bei dieser Zugangslohnart die Zuschlagslohnart als Folge eingetragen wird, um den abgerechneten Mehrarbeitszuschlag zu vermindern.
In diesen Fällen wird während der Abrechnung die KSt des Mehrarbeitszuschlags überprüft. Wenn keine oder nur die Stamm-KSt der Personalnummer ermittelt werden konnte, dann wird stattdessen mit einer KSt des automatisch abgerechneten Mehrarbeitszuschlags kontiert. Auf mehrere KSt verteilt wird dabei aber nicht.
/Abrechnung/Aktuelle Abrechnung.
Webclient:
Druck der Mehrarbeit auf der Abrechnung
Überstunden auf dem Druck der Abrechnung
Auf der Abrechnung können bei den Monatssummen die Überstunden gedruckt werden; dies kann aber auch in der Baulohn-Einrichtung ausgeschaltet werden. In der Einrichtung kann ausgewählt werden, wann diese Stunden gar nicht ausgewiesen werden:
- Gar nicht,
- oder nur dann nicht, wenn ein Arbeitszeitkonto geführt wird
- oder nur dann nicht, wenn ein Konto geführt wird
- oder es sich um einen Polier oder einen Auszubildenden handelt.
- Eine weitere Auswahl ist: die Überstunden werden gedruckt, außer für Arbeitnehmer mit Gehaltsverteilung auf KSt, bei denen die Gehaltsverteilung ohne Mehrstunden definiert ist, also mit "Ohne Mehrminder", "Ohne MM-div: Sollstunden" oder "Monat Minder".
Die Lohnarten, die wegen Mehrarbeit gebildet werden, bleiben davon unberührt; also Zugang ins Konto oder Mehrarbeitszuschläge. Die Auswahl bezieht sich nur auf den unteren Summenteil der Abrechnung.
Die Überstunden, wenn sie gedruckt werden, sind so errechnet:
Die Sollstunden sind entweder die Stunden der Arbeitszeitgruppe oder, wenn ein Arbeitszeitkonto geführt wird, die Basisstunden des Kontos. Die Entgeltstunden sind alle aktiven und passiven Entgeltstunden. Das bedeutet, es sind z.B. Zugangsstunden ins Konto mitgerechnet und werden also hier nicht als Überstunden ausgewiesen. Bei Monatsentgelt werden als Entgeltstunden die Sollstunden plus eventuell abgerechnete Entgeltstunden gerechnet. Die Differenz zwischen Entgeltstunden und Sollstunden sind die Überstunden.
Übrigens kann auch der Druck der Sollstunden und der Entgeltstunden unterdrückt werden, das ist pro Abrechnungskreis, also über deren Stammdaten, die Auswahl "Soll-Std. drucken".
/Abteilungen/Baulohn/Einrichtung, Baulohn Einrichtung, Register Druck: "Spalte Überstd. auf Abrg. drucken".
Monatsentgelt und Gehaltsverteilung
Gehaltskürzung
Gehaltsverteilung und Minderstunden
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf Arbeitnehmer mit Gehaltsverteilung, im Beispiel. "MonatMehrMinder", ferner mit einem Arbeitszeitkonto, im Beispiel Ansparkonto monatlich, und auf die Abrechnung von Minderstunden.
/Stammdaten/Personalstamm, Beschäftigung
Sollstunden
Ohne Arbeitszeitkonto gelten die Sollstunden laut Kalender der Arbeitszeitgruppe. Mit Arbeitszeitkonto gelten die Basisstunden laut Konto oder wahlweise die Sollstunden.
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Ansparkonto
Minderstunden
Beispiel: 168 Sollstunden, 150 Zeitlohn, 165 Basisstunden laut Konto. Es ergeben sich 165 - 150 = 15 Minderstunden.
Minderstunden-Lohnart
Die Minderstunden bei Gehaltsverteilung werden automatisch ermittelt und automatisch mit einer Lohnart auf die Abrechnung gebracht. Dieses ist die Lohnart mit der Funktion 1463. Diese Lohnart muss also ausdrücklich nicht als Folgelohnart eingetragen werden.
Weitere Definitionen bei der Lohnart:
Bezugsart Bruttolohnart, Funktion 1463, Abzugslohnart Ja, Gesamtbrutto Ja, Steuer- SV- ZVK- und BG-pflichtig, Berechnungseinheit Stunden, Sollentgelt Betrag, keinen Eintrag bei "Gehaltsverteilung nach Stunden" treffen, Soll, Übergabe an Fibu und BBA mit Menge und Betrag, Kontierungen eintragen.
/Stammdaten/Lohnarten.
Webclient:
Bewertung der Lohnart Minderstunden
Die Lohnart Minderstunden (Funktion 1463) muss bewertet werden. Für die Abrechnungsart der AN mit Gehaltsverteilung eine Bewertung eintragen, z.B. Gehalt|VWL-Zuschuss und AZSTD (d.h. geteilt durch Arbeitsstd. mtl. laut Arbeitszeitgruppe).
/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.
Webclient:
Kostenstelle bei der Lohnart Minderstunden
Die Lohnart Minderstunden (Funktion 1463) erhält die Kostenstelle der Lohnart, die als Berichtslohnart für die Gehaltsverteilung gilt, wenn eine solche am Tag berichtet wurde. Wenn nicht, die Stammkostenstelle der Personalnummer. Wenn bei der Minderstunden-Lohnart eine feste Kostenstelle in der Kontierung eingetragen ist, dann gilt diese.
Keine Minderstunden
Beispiel: 168 Sollstunden, 150 Zeitlohn, 18 Fehlt entschuldigt, 165 Basisstunden laut Konto.
"Fehlt entschuldigt"
Unbezahlte Fehlzeiten haben im Lohnartenstamm im Feld "Ansparkonto" bzw. "Ausgleichskonto" die passive Steuerung eingetragen (102, 002). Das bedeutet: die Fehlzeiten gelten als passive Stunden für die Konten-Mehr-Minder-Berechnung. Ferner werden diese Fehlzeiten fiktiv für das KuG-Sollentgelt und Istentgelt bewertet.
Die Gründe hierfür sind:Bei monatlichen Konten werden bei unbezahlten Fehlzeiten die Basisstunden des Monats nicht gekürzt, sondern voll gerechnet. Solche Lohnarten fließen mit einer fiktiven Bewertung in die KuG-Berechnung ein, so dass auch diese keine Teilmonatsberechnung ist, sondern Stunden für den vollen Monat berücksichtigt.
/Stammdaten/Lohnarten, Steuerung.
Webclient:
Unbezahlte Fehlzeiten
Wenn unbezahlte Fehlzeiten zu einer Gehaltskürzung führen sollen, gibt es 2 Fälle:
- Die Fehlzeit führt zu einer SV-Unterbrechung. Durch die Definition der anteiligen Berechnung bei der Monatsentgelt-Lohnart (Gehalt, Ausbildungsvergütung) wird das Gehalt gekürzt.
- oder
- Die Fehlzeit führt nicht zu einer SV-Unterbrechung. (Dabei wäre zu überlegen, ob ein solcher Fall SV-rechtlich überhaupt vorkommen kann). Dann kann das Gehalt durch eine Folgelohnart bei der Fehlzeit gekürzt werden. Beim Folgelohnart-Eintrag eine Abrechnungsart vermerken. Als Folgelohnart eine Lohnart anlegen, als Abzugslohnart, ohne vordefinierte Funktion.
Kürzung durch Folgelohnart
Gehalt kann bei unbezahlten Fehlzeiten mittels einer Folgelohnart gekürzt werden. Die Folgelohnart muss beim Eintrag bei der Fehlzeiten-Lohnart mit einer Abrechnungsart versehen werden. Für die Gehaltskürzung eine besondere Lohnart anlegen: eine Abzugslohnart ohne vordefinierte Funktion.
/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.
Webclient:
Beispiel Gehaltskürzung wegen KuG
Bei Gehaltsempfängern, und zwar mit oder ohne Gehaltsverteilung, ist es evtl. erforderlich, die KuG Ausfallstunden per Folgelohnart bewertet in Abzug zu bringen. Bei dieser Folgelohnarten-Definition unbedingt die Abrechnungsart eintragen, damit die Kürzung nur für diesen Personenkreis ausgeführt wird.
Zu diesem Zweck nicht die Lohnart zur Gehaltskürzung wegen Minderstunden (Funktion 1463) benutzen, sondern eine neue Lohnart anlegen. Die Lohnart mit der Funktion 1463 darf nicht gebucht werden, die Verwendung als Folgelohnart wäre wie sie zu buchen.
Die Lohnart so definieren: Bruttolohnart, keine Funktion, Abzugslohnart, Gesamtbrutto, Steuer- und SV-pflichtig, Stunden, Entgeltstunden: entweder nichts eintragen oder "passiv"; wir empfehlen die Steuerung "passiv", weil die KuG-Ausfallstunden auch als passiv gekennzeichnet sind. Bei den Kennzeichnungen für Ansparkonto, Ausgleichskonto nichts eintragen. Bei Sollentgelt Betrag eintragen, bei Istentgelt ebenfalls Betrag. BG- und ZVK-pflichtig. Für die Gehaltsverteilung "Betragslohnart" eintragen.
Eine Bewertung eintragen für die Abrechnungsart (Gehalt und AG-Anteil VWL sowie die Angabe SZSTD oder AZSTD), Bewertungsfaktor ungerundet = Ja, Begrenzung auf Sollstunden AZG eintragen, Soll/Haben: Haben, an Fibu und an BBA übergeben, an Fibu mit Betrag, an die BBA mit Menge und Betrag, Kontierung für Haben-Sachkonto.
Weiterer Hinweis dazu: da diese Gehaltskürzung mit Gehaltslohnart plus AG-Anteil VWL geteilt durch Sollstunden oder mtl. Arbeitszeitstd. ermittelt wird, ist es nützlich, bei der Bewertung zusätzlich auszuwählen: Bewertungsfaktor ungerundet, d.h. mit mehreren Nachkommastellen zu rechnen (ganz rechte Spalte im Lohnarten-Bewertungs-Register).
Ferner sollte bei der Lohnart im Register Berechnung eine Begrenzung auf Sollstunden eingetragen werden.
Gehaltskürzung einbeziehen
Die Lohnart Gehaltskürzung wegen KuG, die als Folgelohnart bei Personalnummern mit Gehaltsverteilung benötigt wird, z.B. bei Polieren, muss bei "Gehaltsverteilung nach Stunden" den Eintrag "Betragslohnart" haben. Dieser Abzug wird also auf die berichteten Stunden verteilt.
Kürzung wegen Ende der Entgeltfortzahlung
In der Regel wird bzw. soll das Gehalt automatisch gekürzt, wenn die Entgeltfortzahlung endet, also eine Unterbrechung vorliegt. Dies wird bei der Gehaltslohnart gesteuert, über "Anteilige Berechnung" im Teilmonat.
/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.
Webclient:
Kürzung wegen Urlaub
Wenn gewerbliche AN mit Monatsentgelt abgerechnet werden, dann ist zu entscheiden, was mit dem ULAK-Urlaubsentgelt auf der Abrechnung geschehen soll. Es kann, wenn nötig, für diesen Personenkreis in Abzug gebracht werden. Dann aber die Folgelohnart einschränken nach Abrechnungsart oder mit Hilfe von "Nur wenn in aktuellen Bezügen".
Tägliches Ansparkonto
Hinweise zu Minderstunden bei einem täglichen Ansparkonto:Tägliches Ansparkonto, Kurzarbeit, Minderstunden
Wenn ein tägliches Ansparkonto geführt wird und eine tägliche Gehaltsverteilung auf die Berichtslohnarten mit Minderstunden-Berechnung, dann werden auch an Tagen, an denen Produktivstunden und Kurzarbeit vorliegt, Minderstunden gebildet.
In diesem Fall führt KuG zu Minderstunden, so wie an den Tagen, an denen nur KuG abgerechnet wurde. Die Minderstunden-Berechnung wird auch ausgeführt, wenn den ganzen Monat Kurzarbeit war. Hinweis: Im Unterschied zum monatlichen Arbeitszeitkonto werden beim täglichen Ansparkonto Gehaltskürzungen wegen KuG durch Minderstunden ausgelöst, also nicht über eine Folgelohnart, die kürzt.
/Stammdaten/Personalstamm, Beschäftigung.
Webclient:
Sonstiges zur Gehaltsverteilung
Faktor aus Sollstunden, Kontierung dazu
Die Stunden der Kostenstellen, auf die der Gehaltsbetrag verteilt wird, können mit einem Sollstunden-Faktor bewertet werden; dann ist eine zusätzliche Kontierung nötig. "GEHVT-OHNEMEHRMINDER" muss kontiert werden, sobald im Personalstamm bei der Gehaltsverteilung "OHNE MM-DIV:SOLLSTD", ohne Mehr-/Minderstundenberechnung: Division durch Sollstunden, ausgewählt ist.
Die Kostenstelle ergibt sich aus der Kontierung "GEHVT-OHNEMEHRMINDER"; wenn dort keine Kostenstelle eingetragen ist, dann wird mit der Stammkostenstelle kontiert.
Das bedeutet, die auf die Kostenstellen entfallenden Stunden werden mit einem Sollstunden-Faktor bewertet, also Gehalt geteilt durch Sollstunden. Wenn die berichteten Stunden von den Sollstunden abweichen, ergibt sich eine Differenz zwischen dem so auf die Berichtsstunden verteilten Betrag und dem zu verteilenden Gesamtbetrag. Diese Differenz wird mit der Kontierung für "OHNE MMDIV:SOLLSTD" ausgebucht.
/Stammdaten/Personalstamm, Beschäftigung und
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Kontierung LohnGehalt Verrechnung.
Webclient:
Leistungsentgelt und Akkord (kostenpflichtige Zusatzverarbeitung)
Zeitakkord
Zeitakkord
Beim Zeitakkord wird einer Arbeitseinheit eine bestimmte Vorgabezeit zugeordnet, innerhalb derer sie zu erbringen ist. Der Stundenverdienst bei Normalleistung (Akkordrichtsatz) ist vorgegeben.
Akkord, Vorgabewerte
Es gibt keine spezielle Tabelle, um die Akkord-Vorgabewerte einzutragen. Deshalb werden die Vorgaben bei einer Lohnart definiert, durch Festlegung des Verdiensts pro geleisteter Arbeitseinheit. Stunden und Mengen werden mit 2 Lohnarten berichtet. Aus diesen Lohnarten wird die Bewertung errechnet. Mit weiteren 2 Lohnarten wird die Bewertung sowie die geleistete Menge auf die Abrechnung gebracht.
Lohnarten
Lohnart für die berichtete Menge, enthält in der Bewertung den Verdienst pro Einheit.
Lohnart für die berichteten Stunden.
Lohnart für die Abrechnung, bewertet mittels eines Durchschnitts aus dem Verdienst für die berichtete Menge und den berichteten Stunden.
Lohnart, um die berichtete Menge unbewertet auf die Abrechnung zu bringen.
Nummerierung der Lohnarten
Die Verarbeitung benötigt Folgelohnarten und Durchschnittsbildung. Deshalb ist es erforderlich, dass die Nummern der Lohnarten in einer bestimmten Reihenfolge sind. Die Lohnarten müssen in der Reihenfolge, wie oben aufgeführt, nummeriert werden. Das bedeutet, die Lohnart für die Abrechnung muss eine höhere Nummer als die Lohnarten für die Berichtsmenge und für die Berichtsstunden haben.
Verschiedene Akkordarbeiten
Für verschiedene Akkordarbeiten, z.B. "Quadratmeter pflastern" oder "Bordsteine setzen" müssen die 4 genannten Lohnarten jeweils erneut erstellt werden. Pro Akkordarbeit gibt es also 4 Lohnarten. Der Grund hierfür ist, dass jeweils die Bewertung der Akkordstunden mittels eines Durchschnitts unterschiedlich ist.
Lohnart für die berichtete Menge
Diese Lohnart kommt nicht auf die Abrechnung. Sie fließt mit einem Betrag in die Durchschnittsberechnung ein. Bezugsart Pseudolohnart, kein Gesamtbrutto, Berechnungseinheit Einheit, als Einheit die Mengeneinheit, z.B. qm, eintragen. Bei der Bewertung für die Abrechnungsart Tariflohn (TL) oder GTL eintragen. Wenn es sich z.B. um einen Gruppenakkord handelt, kann auch ein fester Stundenlohn eingetragen werden. Als Prozentsatz den Prozentsatz vom Stundenlohn eintragen, der für eine geleistete Arbeitseinheit gezahlt wird. Folgelohnart ist hier die Lohnart, deren Aufgabe es ist, die geleistete Menge auf die Abrechnung zu bringen, also diese Lohnart eintragen und die Menge übergeben. Den Betrag in ein Durchschnittsfeld für Akkord einfließen lassen. Kein Soll/Haben-Kennzeichen eintragen. Nicht an die Fibu übergeben.
Zur Baubetriebsabrechnung
Diese Lohnart wird mit KSt berichtet. Deshalb "Übergabe an die BBA" mit Menge auswählen, damit in der Berichtsdatenerfassung die KSt-Eingabe akzeptiert wird. Wenn die Menge tatsächlich an die BBA übergeben werden soll, dann außerdem hilfsweise "Übergabe unverdichtet" im Register Fibu/BBA der Lohnart ankreuzen. Ansonsten würde die Menge, da es sich nicht um Stunden handelt, nicht an die BBA übergeben.
Prozentsatz
Bsp.: Stundenlohn 18 Euro. Vorgabe sind 8 qm Pflaster in der Stunde. Pro Quadratmeter ergibt sich ein Satz von 2,25 Euro. Dies sind 12,5 % des Stundenlohnes. Bei der Lohnart als Prozentsatz 12,5 eintragen.
Falls erforderlich, kann dieser Prozentsatz auch bei der Berichtsdatenerfassung eingegeben werden. Wenn nicht anders errechenbar, kann der Verdienst pro Einheit auch direkt bei der Bewertung der Lohnart für die Abrechnungsart eingetragen werden. In diesem Fall keinen Prozentsatz eintragen.
Berichten der Menge und Durchschnittsbildung
Die Mengen-Lohnart wird mit der geleisteten Menge, also z.B. qm, berichtet. Die geleistete Menge kann täglich oder kumuliert z.B. für die Woche erfasst werden. Die Bewertung wird vom Programm nur für die Durchschnittsbildung ausgeführt. Der Betrag wird in das Durchschnittsfeld gesteuert.
Der Betrag ist: geleistete Menge mal Lohn pro Mengeneinheit, also Menge mal Prozentsatz vom TL.
Lohnart für die berichteten Stunden
Die Lohnart wird nicht bewertet und kommt nicht auf die Abrechnung. Sie fließt in die Durchschnittsberechnung ein. Bezugsart Pseudolohnart, kein Gesamtbrutto, Berechnungseinheit Stunden.
Keine Bewertung für die Abrechnungsart eintragen. Als Folgelohnarten den AG-Zuschuss zur Vermögensbildung eintragen, die Menge übergeben und: die Lohnart für die Bewertung der Stunden als Folgelohnart eintragen, die Menge übergeben. Die Menge in das Akkord-Durchschnittsfeld einfließen lassen.
Kein Soll/Haben-Kennzeichen eintragen. Nicht an die Fibu übergeben. Aber Übergabe an die BBA mit Menge auswählen, damit die Lohnart mit KSt berichtet werden kann. Die Stunden fließen dadurch in die Kostenrechnung.
Berichten der Stunden und Durchschnittsbildung
Die Stunden-Lohnart wird täglich mit den geleisteten Stunden berichtet. Die Stunden werden in das Durchschnittsfeld gesteuert.
Abrechnung
Bei der Abrechnung werden die Lohnarten gebildet: die bewertete Stunden-Lohnart und die Mengen-Lohnart für die Abrechnung.
Lohnart für die bewerteten Stunden
Diese Lohnart wird abgerechnet, mit Stunden und Betrag. Bezugsart Bruttolohnart, Gesamtbrutto, steuer- und SV-pflichtig, Berechnungseinheit Stunden, Entgeltstunden aktiv, 001 bzw. 101 für Ausgleichskonto und Ansparkonto, Soll- und Istentgelt für KuG, pfändbar, ZVK- und BG-pflichtig, Basisgrundlohn für SFN.
Bei der Bewertung für die Abrechnungsart das Durchschnittsfeld Akkord, Betrag/Stunden, Zeitraum Abrechnungsmonat eintragen. Zusätzlich sollte bei der Bewertungsdefinition die Spalte "Bewertungsfaktor ungerundet" angekreuzt werden. In ein Durchschnittsfeld für KuG einfließen lassen. Im Soll an Fibu und BBA übergeben, dafür eine Kontierungshilfe eintragen. An die BBA nur mit Betrag übergeben, da die Stunden bereits durch die Berichtslohnart übergeben wird.
Lohnart für die Menge auf der Abrechnung
Die Berichtslohnart der Leistungsmenge ist eine Pseudolohnart, erscheint also nicht auf der Abrechnung. Deshalb gibt sie die Menge an eine Bruttolohnart weiter, die zwar nicht bewertet wird, aber die Menge auf die Abrechnung bringt. Bezugsart Bruttolohnart, Gesamtbrutto, Berechnungseinheit Einheit, als Einheit die Mengeneinheit, z.B. qm, eintragen. Keine Bewertung für die Abrechnungsart eintragen. Keine Übergabe an Fibu und BBA. Im Auswertungs-Register "Druck Abrechnung, wenn kein Betrag" ankreuzen.
Beispiel Abrechnung
Lohnarten
1058 Akkord qm pflastern
1059 Akkord Std pflastern
1060 Akkord Abrechnung pflastern
1061Akkord Druck qm pflastern
Berichtet für 1 Woche
Montag, mit Lohnart 1058 400 qm geleistet. Montag bis Freitag mit Lohnart 1059 je 7,5 Stunden geleistet.
Folgelohnarten
1060 ist Folgelohnart bei 1059, Übergabe Menge.
1061 ist Folgelohnart bei 1058, Übergabe Menge.
Abrechnung
Bei einem Tariflohn von 18 Euro und einer Vorgabe von 8qm pro Stunde ergibt sich im Durchschnittsfeld: Betrag 400 18 12,5 / 100 = 900.
Stunden: 5 * 7,5 = 37,5.
Betrag / Stunden = 24,00.
37,5 Stunden werden mit 24,00 Euro abgerechnet. Der Faktor wird ungerundet gerechnet, ergibt 900 Euro.
Dieser Betrag geht an die Fibu und an die Baubetriebsabrechnung. Ferner gehen die berichteten Stunden an die Baubetriebsabrechnung 400 qm werden zur Information auf der Abrechnung ausgewiesen.
Was geht nicht?
Staffel, Untergrenzen, Obergrenzen
Bei der beschriebenen Lohnartendefinition für Akkord kann jedoch nicht berücksichtigt werden:
Akkordstaffeln, je nach erbrachter Mengen-Leistung. Untergrenze für die Ermittlung des Stundenfaktors, so dass mindestens der Tariflohn gezahlt wird. Obergrenze für die Ermittlung des Stundenfaktors, so dass maximal ein Höchstwert gezahlt wird.
Akkord und KuG Zusammenspiel
Leistungsentgelt
Personalstamm
Im Personalstamm als Entlohnungsart "Leistungsentgelt Akkord" eintragen, Register Lohn/Gehalt. Im Personalstamm die Lohnart mit der Funktion 3014 als "KuG-Leistungslöhner Lohnart Sollentgelt" eintragen, Register KuG.
/Stammdaten/Personalstamm
Webclient: /Stammdaten/Personalstamm
Lohnart Sollentgelt
Die Lohnart mit der Funktion 3014 so definieren:
Bezugsart Bruttlohnart, Funktion 3014, kein Gesamtbrutto, Berechnungseinheit Stunden, Sollentgelt Betrag, Istentgelt kein Eintrag. Eine Bewertung für die Abrechnungsart eintragen: das Durchschnittsfeld für KuG, Betrag/Stunden, Zeitraum Abrechnungsmonat. Für den Fall, dass keine aktiven Stunden im Monat vorliegen, zusätzlich als Bewertung Tariflohn (TL) oder GTL eintragen. Kein Soll/Haben-Kennzeichen, keine Übergabe an Fibu oder BBA.
Durchschnittsfeld
In das Durchschnittsfeld für KuG die Stunden und Beträge der Zeitlohnart, die Beträge anderer Lohnarten, z.B. vom AG-Zuschuss Vermögensbildung, sowie die Stunden und Beträge der bewerteten Akkord-Stunden-Lohnart einfließen lassen.
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Durchschnittsfelder und
/Stammdaten/Lohnarten
Webclient: /Rollen-Explorer/Personalbuchhaltung/Stammdaten, Einrichtung, Durchschnittsfelder und /Stammdaten/Lohnarten
Stundenentgelt (als Entlohnungsart)
Stundenentgelt
Als Stundenlöhner abrechnen
Wenn Arbeitnehmer mit Leistungsentgelt für KuG als Stundenlöhner abgerechnet werden sollen, dann ist folgendes erforderlich:
Personalstamm
Im Personalstamm als Entlohnungsart "Stundenentgelt" eintragen.
/Stammdaten/Personalstamm
Webclient: /Stammdaten/Personalstamm
KuG- Ausfallstunden
Bei den Lohnarten für KuG-Ausfallstunden, das sind die Lohnarten mit den Funktionen 2001 und 3001 als Bewertung für die Abrechnungsart ein Durchschnittsfeld eintragen, Betrag/Stunden, Zeitraum Abrechnungsmonat. Für den Fall, dass keine aktiven Stunden im Monat vorliegen, zusätzlich Bewertungslohnarten eintragen. Die Bewertung der Ausfallstunden ist für die Berechnung des Sollentgelts erforderlich.
Durchschnittsfeld
In das Durchschnittsfeld für diese Bewertung die Stunden und Beträge der Zeitlohnart, die Beträge anderer Lohnarten, z.B. vom AG-Zuschuss Vermögensbildung, sowie die Stunden und Beträge der bewerteten Akkord-Stunden-Lohnart einfließen lassen.
/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Durchschnittsfelder und
/Stammdaten/Lohnarten
Webclient: /Rollen-Explorer/Personalbuchhaltung/Stammdaten, Einrichtung, Durchschnittsfelder und /Stammdaten/Lohnarten