Arbeitszeit-Verwaltung

Zuletzt aktualisiert Vor etwa 18 Stunden

Vollzeit und Teilzeit

Vollzeit und Teilzeit

Arbeitszeitgruppe (AZG) und Arbeitszeitdefinition

Die Frage, ob Vollarbeitszeit überschritten oder unterschritten wird, ergibt sich aus dem Vergleich der "Arbeitsstd. mtl." laut Arbeitszeitdefinition und laut Arbeitszeitgruppe.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitdefinition und Arbeitszeitgruppe

Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitdefinition und Arbeitszeitgruppen

Eintrag datumsabhängig bei der Arbeitszeitgruppe

Diese Werte können auch datumsabhängig bei der Arbeitszeitgruppe definiert werden.

Arbeitsstd. mtl. laut Arbeitszeitdefinition: wenn hier Stunden eingetragen werden, dann gelten diese anstelle "Arbeitsstd. mtl." laut der Arbeitszeitdefinition selbst. In diesem Fall "Wochenstd. gelten statt Arbeitszeitdef." ankreuzen.

Arbeitsstd. mtl. laut Arbeitszeitgruppe: wenn hier Stunden eingetragen werden, dann gelten diese anstelle "Arbeitsstd. mtl." laut der Arbeitszeitgruppe.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppe, Arbeitszeitdefinition pro AZG

Webclient: Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen

Vollzeit und Teilzeit

Beide Werte zusammenbetrachtet bestimmen, ob Vollzeit oder Teilzeit vorliegt.

Die Stunden laut Arbeitszeitdefinition, oder die bei der AZG geänderten Stunden zur Arbeitszeitdefinition, sind die Stunden von Vollzeit. Sobald die Stunden laut Arbeitszeitgruppe geringer sind, liegt Teilzeit vor.

Beispiel

Die Arbeitsstd. laut AZG werden in Lohnartendefinitionen benutzt, etwa bei der Ermittlung eines Faktors aus Gehaltsentgelten dividiert durch AZSTD.

Diese Stunden sollen aber im Sommer und Winter verschieden sein. Deshalb werden monatsabhängige Eintragungen bei der Arbeitszeitdefinition getroffen.

Damit in diesem Falle aber im Winter nicht Teilzeit gerechnet wird, kann hier gleichzeitig der Vollzeit-Vergleichswert der Arbeitszeitdefinition überschrieben werden.

Wöchentliche Arbeitsstunden

Die wöchentlichen Arbeitsstunden der Arbeitszeitdefinition werden bei diesen Verarbeitungen benötigt: Im Personalstamm, wenn der Tätigkeitsschlüssel mit Berufsstellung 8 und 9, Teilzeitbeschäftigte, geprüft wird.

Beim Lohnausgleich durch die Sozialkasse; dabei werden vollen Ausgleichsstunden von 7,5 pro Tag und 37,5 pro Woche für die Berechnung vermindert.

Bei der Schwerbehindertenausgleichsabgabe; Arbeitsplätze mit einer wöchentlichen Arbeitszeit unter 18 Stunden werden nicht mitgezählt.

Für Arbeitsbescheinigungen wird die wöchentliche Arbeitszeit vorgeschlagen, kann aber geändert werden.

/Abteilungen/ Baulohn/Stammdaten/Arbeitszeitdefinition und Arbeitszeitgruppe, dort Arbeitszeitdefinition pro AZG

Webclient: Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen

Arbeitszeitdefinition

Arbeitszeitgruppe

Weiteres zu Arbeitszeit

Arbeitszeitgruppe, Kalender erstellen

Bei der Vorgabe eines Wochenschemas mit Stunden für die Arbeitszeitgruppe kann ein für eine Jahreszeit abweichendes Wochenschema, also z.B. für die Sommer-Arbeitszeit, vorgegeben werden; dieses wird bei der Erstellung des Kalenders berücksichtigt. Zum Jahreszeit-Wochenschema wird gleichzeitig ein Datumsfilter eingegeben.

Für den Bautarifvertrag zum Wechsel von Sommer- auf Winterarbeitszeit eingeben:

Das Wochenschema für die Winterarbeitszeit in der Spalte "Wochenschema". Das Wochenschema für die Sommerarbeitszeit in der Spalte "Jahreszeit-Wochenschema". 0104jj..3011jj in der Spalte "Jahreszeit-Datumsfilter", das ist der Zeitraum der Sommerarbeitszeit.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten/Arbeitszeitgruppe

Webclient: Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen

Arbeitszeitgruppe für 1 Monat

Wenn eine Arbeitszeitgruppe für einen Monat nötig ist, zum Beispiel, wenn mitten im Monat von Vollzeit auf Teilzeit gewechselt wird, dann gibt es eine Hilfe dazu:

Zuerst die Arbeitszeitgruppe anlegen. Dann über "Kalender für 1 Monat" diejenige Arbeitszeitgruppe angeben, deren Stunden vor dem Stichtag gelten sollen, den Stichtag dazu und die Arbeitszeitgruppe, deren Stunden ab dem Stichtag gelten sollen.

Es wird daraus ein Kalender für den Monat des Stichtags erstellt, mit den Stunden der Arbeitszeitgruppen. Wenn noch kein Wochenschema eingetragen ist, wird es erstellt.

Eine solche Arbeitszeitgruppe dient also nur für den Monat, in dem die Arbeitszeit gewechselt wird.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppen, "Kalender für 1 Monat".

Webclient: Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen, "Kalender für 1 Monat".

Arbeitszeitgruppe, Filtern auf einzelnes Datum im Arbeitszeitgruppen-Kalender

Um in allen Arbeitszeitgruppen auf einen bestimmten Tag zu filtern, wie folgt vorgehen:

Zunächst den neuen Filter in der Menüzeile: Tag in allen Arbeitszeitgruppen, auf einem bestimmten Tag ausführen. Anschließend kann der Systemfilter auf diese Arbeitszeitgruppe gelöst werden, damit man alle Arbeitszeitgruppen für diesen Tag im Zugriff hat.

Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen: Tag in allen Arbeitszeitgruppen

Arbeitszeitgruppe, Gesperrt setzen

Eine Arbeitszeitgruppe kann als gesperrt gekennzeichnet werden. Die Übersichten dazu werden vorgefiltert auf solche Einträge, die nicht gesperrt sind.

/Stammdaten/Personalstamm, Beschäftigung: Übersicht auf Arbeitszeitgruppe

Webclient: Stammdaten, Arbeitszeit, Arbeitszeitgruppen

Arbeitszeitgruppe – Kalender und Wechsel (Sommer/Winter)

Wöchentliche Arbeitsstunden

Mehr Informationen zur Mehrarbeit erhalten Sie im Handbuch: BLO Arbeitszeitkonto.

Ohne Arbeitszeitkonto, Grundstunden und Zuschlag

Beispiel

Für die Berechnung der Mehrarbeit-Grundstunden sowie der Mehrarbeit-Zuschlags-Stunden. Personalnummer mit Gehaltsverteilung, "Monat Mehr", und ohne Arbeitszeitkonto.

Mehrarbeit-Grundstunden

Es liegen folgende Mehrarbeits-Grundstunden vor:

  • 20.04. Lohnart Zeitlohn: 0,5 Stunden Mehrarbeit
  • 27.04. Lohnart Zeitlohn: 0,5 Stunden Mehrarbeit
  • 13.04. Lohnart Passive Stunden: 3,5 Stunden Mehrarbeit
  • Minderstunden am 16.04. Lohnart Passive Stunden: -0,5 Stunden Mehrarbeit

Ergibt 4 Grundstunden.

Mehrarbeit-Zuschlag-Stunden

Die Berechnung der Mehrarbeit-Zuschlags-Stunden unterscheidet sich in folgenden Punkten von der Mehrarbeit-Grundstunden-Berechnung:

  • Minderstunden

Minderstunden werden grundsätzlich abgezogen. Das ist in diesem Bsp.: 16.04. -0,5 Stunden Mehrarbeit

  • Passive Stunden

Passive Stunden werden für die Zuschlags-Berechnung nur dann herangezogen, wenn bei der Lohnart laut Lohnartenstamm, Register Steuerung "Überstd. Zuschlag passive Stunden" angekreuzt ist.

Dies trifft im Beispiel für die Lohnart Passive Stunden nicht zu.

  • Ergebnis

Mehrarbeitszuschlag-Stunden 1 (Zeitlohn (20. und 27.04.) minus 0,5 Minderstunden (Passive Stunden am 16.04.), ergibt 0,5 Stunden Mehrarbeit

In dieser Berechnung unterscheiden sich also die Grundstunden von den Zuschlags-Stunden. Dies ist möglich. Im Beispiel ist es jedoch wahrscheinlich, dass die passiven Stunden mit genau den Sollstunden hätten berichtet werden sollen. Das hätte 1 Grundstunde und 1 Zuschlagsstunde ergeben.

Ohne Arbeitszeitkonto, Grenze für Zuschläge

Grenze für Mehrarbeits-Zuschläge

Dieses gilt nur für Personalnummern ohne Anspar- oder Ausgleichskonto: Für Personalnummern mit monatlicher Überstundenberechnung oder monatlicher Überstundenberechnung bei Gehaltsverteilung:

Es kann eine Stundengrenze definiert werden, ab denen Überstundenzuschläge abgerechnet werden. Diese Stundengrenze kann also von den Sollstunden abweichen.

Diese Festlegung kann unter Arbeitszeitwirtschaft, Arbeitszeitgruppe, und dann über den Arbeitszeitgruppen-Button "Arbeitszeitdef. pro AZG" getroffen werden. Hier können Eintragungen vorgenommen werden pro Arbeitszeitgruppe. Es kann Grenze "Zuschläge über x Std." eingetragen werden: erst ab der Stunde nach dieser Grenze werden Überstundenzuschläge ermittelt. Dieser Eintrag "Arbeitszeitdef. pro AZG" dient ansonsten auch zum Eintrag von abweichenden Arbeitsstd. pro Woche etc. Wenn dies nicht der Fall ist, die Spalte "statt Arbeitszeitszeitdef." nicht ankreuzen.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppe, Bearbeiten, "Arbeitszeitdefinition pro AZG".

Webclient:

Überstunden-Zuschlag, ohne Arbeitszeitkonto

Wenn kein Arbeitszeitkonto vorliegt, dann gibt es insbesondere für Teilzeitkräfte diese Steuerung zur Auszahlung von Überstunden-Zuschlägen: Bei der Arbeitszeitgruppe kann definiert werden, dass Zuschläge gezahlt werden, wenn die Arbeitsstunden eine monatliche Grenze überschreiten. Dies wurde so ergänzt, dass statt einer festen Anzahl Stunden ein Verweis auf die Sollstunden einer Vollzeit-Arbeitszeitgruppe eingetragen werden kann. Dann werden Überstunden-Zuschläge gezahlt, sofern die Sollstunden dieser AZG überschritten werden.

/Abteilungen/Baulohn/Stammdaten, Arbeitszeitgruppe, Bearbeiten, "Arbeitszeitdefinition pro AZG", Zuschläge über Sollstd der AZG.

Webclient:

Mehrarbeit, Kontierung

Mehrarbeitszuschlag und KSt

Unter Umständen kann die Lohnart mit der Funktion 1461 Mehrarbeitszuschlag auch als Folgelohnart eingetragen und abgerechnet werden:

Wenn z.B. Mehrarbeit vorliegt, das Arbeitszeitkonto bereits die maximalen Stunden aufgenommen hat, aber dennoch manuelle Zugangsstunden berichtet werden und wenn bei dieser Zugangslohnart die Zuschlagslohnart als Folge eingetragen wird, um den abgerechneten Mehrarbeitszuschlag zu vermindern.

In diesen Fällen wird während der Abrechnung die KSt des Mehrarbeitszuschlags überprüft. Wenn keine oder nur die Stamm-KSt der Personalnummer ermittelt werden konnte, dann wird stattdessen mit einer KSt des automatisch abgerechneten Mehrarbeitszuschlags kontiert. Auf mehrere KSt verteilt wird dabei aber nicht.

/Abrechnung/Aktuelle Abrechnung.

Webclient:

Druck der Mehrarbeit auf der Abrechnung

Überstunden auf dem Druck der Abrechnung

Auf der Abrechnung können bei den Monatssummen die Überstunden gedruckt werden; dies kann aber auch in der Baulohn-Einrichtung ausgeschaltet werden. In der Einrichtung kann ausgewählt werden, wann diese Stunden gar nicht ausgewiesen werden:

  • Gar nicht,
  • oder nur dann nicht, wenn ein Arbeitszeitkonto geführt wird
  • oder nur dann nicht, wenn ein Konto geführt wird
  • oder es sich um einen Polier oder einen Auszubildenden handelt.
  • Eine weitere Auswahl ist: die Überstunden werden gedruckt, außer für Arbeitnehmer mit Gehaltsverteilung auf KSt, bei denen die Gehaltsverteilung ohne Mehrstunden definiert ist, also mit "Ohne Mehrminder", "Ohne MM-div: Sollstunden" oder "Monat Minder".

Die Lohnarten, die wegen Mehrarbeit gebildet werden, bleiben davon unberührt; also Zugang ins Konto oder Mehrarbeitszuschläge. Die Auswahl bezieht sich nur auf den unteren Summenteil der Abrechnung.

Die Überstunden, wenn sie gedruckt werden, sind so errechnet:

Die Sollstunden sind entweder die Stunden der Arbeitszeitgruppe oder, wenn ein Arbeitszeitkonto geführt wird, die Basisstunden des Kontos. Die Entgeltstunden sind alle aktiven und passiven Entgeltstunden. Das bedeutet, es sind z.B. Zugangsstunden ins Konto mitgerechnet und werden also hier nicht als Überstunden ausgewiesen. Bei Monatsentgelt werden als Entgeltstunden die Sollstunden plus eventuell abgerechnete Entgeltstunden gerechnet. Die Differenz zwischen Entgeltstunden und Sollstunden sind die Überstunden.

Übrigens kann auch der Druck der Sollstunden und der Entgeltstunden unterdrückt werden, das ist pro Abrechnungskreis, also über deren Stammdaten, die Auswahl "Soll-Std. drucken".

/Abteilungen/Baulohn/Einrichtung, Baulohn Einrichtung, Register Druck: "Spalte Überstd. auf Abrg. drucken".