Lohnarten – Grundlagen

Zuletzt aktualisiert Vor etwa 18 Stunden

Lohnarten – Definition und Struktur

Entgeltkürzung

Folgelohnarten, Menge

Wenn an eine Folgelohnart der Betrag der Lohnart mit Vorzeichenwechsel übergeben wird, also ein Abzug des Betrags beabsichtigt ist, und wenn die Folgelohnart eine Stundenlohnart ist, dann wird außerdem die Menge übergeben. Auf diese Weise erscheint die negative Menge auf der Abrechnung und wird bei den Entgeltstunden mitgerechnet.

Die Voraussetzungen hierfür bei den Stammdaten der Folgelohnart sind folgende: Die Lohnart muss als Berechnungseinheit Stunden haben und als Faktoreingabe Berichtsdaten muss "Menge und Betrag" eingetragen sein.

/Stammdaten/Lohnarten, Register Steuerung und Berechnung.

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Sonstiges zu Folgelohnarten

KSt-Bedingung für Folgelohnart

Wenn eine Folgelohnart gebildet wird, kann dies bedingt werden; wenn die Berichts-Kostenstelle einen abweichenden Tarif hat, dann wird, wenn so gewünscht, die Folgelohnart nicht gebildet.

Wenn z.B. beim Zeitlohn ein Zuschlag eingetragen ist, der in der Regel, aber bei einigen KSt doch nicht abgerechnet werden soll, dann kann dies für diese KSt ausgeschlossen werden. Die Bedingung ist, dass bei den KSt ein abweichender Tarif eingetragen ist; gleich welcher. Das bedeutet dann: für diese KSt wird kein Zuschlag gerechnet.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung, Berechnung, Folgelohnarten, "Generierung von Folgelohnarten": KSt-Bedingung: KSt ohne abw. Tarif.

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Keine Folgelohnarten auf Folgelohnarten

Lohnarten, die selbst als Folgelohnarten gebildet wurden, können keine Folgelohnarten bilden.

Lohnarten

Stunden bei Gehaltslohnarten

Stunden bei Gehaltslohnart drucken

Um auf der Abrechnung zur Gehaltslohnart Stunden zu drucken, sind zwei Einstellungen bei der Lohnart nötig:

  • Im Register Fibu/BBA: eine Auswahl treffen bei "Std. bei Gehaltslohnart".
  • Im Register Auswertung: "Druck Std. bei Gehaltslohnart" ankreuzen.

Diese Auswahl nur bei der Gehaltslohnart und der Lohnart für Ausbildungsvergütung treffen. Diese Kennzeichnungen müssen vor dem Ausführen der Abrechnung getroffen sein.

/Stammdaten/Lohnarten.

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Kumulieren in eine Lohnart

Lohnarten auf dem Abrechnungs-Druck kumulieren

Ausgangspunkt: Beim Druck der Entgeltabrechnung sollen einige Lohnarten nicht erscheinen, sondern in eine andere Lohnart kumuliert werden.

Definition, Kumulieren in Lohnart

Im Lohnartenstamm kann pro Lohnart folgendes eingetragen werden:

Kumulieren in Lohnart. Wenn hier ein Eintrag erfolgt, dann wird für die Abrechnung der Betrag dieser Lohnart in diese genannte Lohnart übertragen. Wahlweise auch die Menge. Ein Faktor wird nicht gebildet.

Die ursprüngliche Lohnart wird nicht mehr auf der Abrechnung gedruckt. Die neue Lohnart wird auch dann gebildet, wenn sie ansonsten nicht auf der Abrechnung wäre. Es können mehrere Lohnarten in die gleiche Lohnart kumuliert werden.

Details, Kumulieren in Lohnart

Diese Definition geschieht bei der Lohnart pro Abrechnungsart; Abrechnungsarten sind z.B. Gewerbliche, Poliere, Azubis, Angestellte.

Die Kumulation erfolgt während der Abrechnung, nicht erst beim Druck.

Alle Berechnungen, die kostenstellenorientiert sind, z.B. die Berufsgenossenschafts-Berechnung, benutzen weiterhin die berichteten ursprünglichen Lohnarten, ihre Mengen und Beträge und ihre KSt-Kontierung.

Der Abrechnungs-Druck sowie die Statistiken, die abgerechnete Lohnarten ohne Bezug auf KSt auswerten, benutzen die kumulierte Lohnart.

Die kumulierte Lohnart muss für die Steuer- und SV-Berechnung so definiert werden wie die einfließenden Lohnarten.

Die Steuerung, ob die Menge auch übertragen werden soll, geschieht bei der ursprünglichen Lohnart hilfsweise durch einen Eintrag bei "Faktoreingabe Berichtsdaten": "Menge und Betrag". Wenn eine Lohnart so definiert ist, dass andere Lohnarten in sie einfließen, dann wird bei der Abrechnung, wenn es eine Stundenlohnart ist, für diese Lohnart immer ein Durchschnittsfaktor gebildet.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Durchschnitte, Kumulieren in Lohnart

Wenn die Lohnarten in Durchschnitte einfließen, dann die Definitionen dazu sowohl bei den einfließenden Lohnarten als auch bei der Lohnart, die kumuliert, eintragen.

Einschränkungen, Kumulieren in Lohnart

"Kumulieren in Lohnart" kann für Lohnarten der Altersteilzeit-Berechnung nicht benutzt werden.

Zur Bewertung

Lohnart bewerten, durch Kalenderstunden teilen

Wenn eine Lohnart bewertet wird, dann kann der Faktor zum Beispiel aus dem Betrag der Gehaltslohnarten geteilt durch die Kalenderstunden des Monats gerechnet werden. Die Kalenderstunden ergeben sich so: Kalendertage des Monats geteilt durch Sollstunden pro Tag, wie sie im Arbeitszeitkalender stehen, im Durchschnitt gerechnet.

Beispiel

Teilzeitentgelt 1020 Euro, bei 4 Stunden am Tag, 1 Fehltag. Der Faktor für die Bewertung einer solchen Lohnart ist bei einem Monat mit 30 Tagen 1020 / 30 / 4, also 8,5.

Wenn dann die Gehaltslohnart bei Teilmonaten anteilig nach "Kalendertagen" rechnet, ergibt sich im Beispiel eine Minderung des Gehalts um 1020 / 30 * 1, also um 34.

Wenn es sich um einen Tag mit Kinderkrankengeld handelt, kann die Lohnart für die fiktive Berechnung des Entgelts ebenso rechnen: 8,5 * 4, sind 34.

Wenn aber die Gehaltslohnart nicht nach Kalendertagen gemindert wird, sondern zum Beispiel nach Sollstunden, dann auch die Lohnart für die fiktive Berechnung weiterhin mit Sollstunden rechnen.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung: Bewertung "KALSTD Kalenderstunden".

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Lohnart bewerten, Betrag durch Basisstunden

Wenn eine Lohnart mit einem Betrag geteilt durch Stunden bewertet werden soll, dann kann auch die Auswahl "durch Basisstunden des Arbeitszeitkontos" getroffen werden. Das sind die Basisstunden laut Konto oder Historie des Kontos für den Monat. Wenn keine, werden die Sollstunden genommen.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung, Spalte Bewertung.

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Tages-Lohnarten und Sollstunden

Bei Tages-Lohnarten kann die Bewertungsauswahl getroffen werden: <multszfakt faktor="" mit="" sollstunden="" des="" tages="" multiplizieren="">.

Dann wird der Faktor, der sich durch die Bewertungsdefinition ergibt, also ein Stundenfaktor, mit den Sollstunden des Tages malgenommen. Der Tag ist das Belegdatum, wenn berichtet; sonst das Monatsende. Wenn für den Tag keine Sollstunden ermittelt werden können, werden die Sollstunden aus Arbeitsstd. mtl. geteilt durch Arbeitstage mtl. laut Arbeitszeitgruppe ermittelt.

Die Lohnart mit der Funktion "1190 Bewertung Resturlaubstage für Gehaltsempfänger", die beim Bericht <blougeh urlaubstage-Übersicht="" (gehaltsempfänger)=""> benötigt wird, rechnet immer Monatsstunden durch Monatstage.

Die Lohnart mit der Funktion "1103 Zusätzliches Urlaubsgeld, Tage aus vollem Jahresanspruch / 12" rechnet stattdessen einen Durchschnitt aus dem Wochenschema der Arbeitszeitgruppe.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Weiteres, Lohnarten mit Faktor mal Sollstunden bewerten

Wenn Lohnarten mit dem Faktor von Bewertungslohnarten multipliziert mal Sollstunden bewertet werden, z.B. bei Urlaubstagen im Dachdeckerhandwerk, dann kann ausgewählt werden:

MULTSZ1, dann werden nicht die Sollstunden laut Arbeitszeitgruppe des Arbeitnehmers, sondern laut der Arbeitszeitgruppe MULTSZ1 genommen. Diese kann allein zu diesem Zweck angelegt werden. Es braucht nur ein Eintrag im Kalender zu sein, und zwar für einen Tag vor oder zum Belegmonat.

MULTSZ2, ebenso, aber aus einer Arbeitszeitgruppe MULTSZ2.

Es gilt aber doch die Arbeitszeitgruppe laut Personalstamm: wenn so keine Sollstunden ermittelt werden können; und immer bei Teilzeit laut den monatlichen Arbeitsstunden.

Wenn solche Stunden z.B. erst ab 01.14 nötig sind, dann einen Kalendereintrag zu 01.01.14 erstellen. Die Berechnung ist: Stundenfaktor laut Faktor oder laut Bewertungslohnarten mal Sollstunden.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Hinweise zu den Steuerungen pro Abrechnungsart

Wert aus Durchschnittsfeld: das Durchschnittsfeld, aus dem Faktor oder Betrag ermittelt werden. Die Art der Berechnung und der Zeitraum des Durchschnitts dann in den folgenden Spalten vorgeben.

Bewertungsfaktor ungerundet: wenn für eine Lohnart der Faktor errechnet wird, etwa Betrag durch Stunden, dann kann es sein, dass der Faktor ungerundet, also mit mehreren Nachkommastellen gerechnet werden soll. Dies ist z.B. so bei Gehaltskürzungs-Lohnarten, etwa wegen Kurzarbeit. Lohnarten wenn Faktor größer: wenn ein Durchschnitt als Bewertung vorgegeben ist und außerdem Lohnarten als Bewertungslohnarten eingetragen sind, dann kann der Faktor der Lohnarten gelten, wenn dieser Faktor größer ist als derjenige, der sich aus dem Durchschnitt ergibt. In diesem Fall "Lohnarten wenn Faktor größer" ankreuzen. Das kann z.B. nötig sein, wenn der Faktor nicht unter den Tarif fallen soll.

Durchschnitt fix: nicht aktiv.

Durchschnitt zu Fehlzeitenbeginn: Wenn ein Durchschnittsbetrag oder Faktor sich auf eine Fehlzeit bezieht, dann kann vorgegeben werden, dass für die gesamte Fehlzeit der Faktor gelten soll, der zu Beginn der Fehlzeit abgerechnet wurde. Dann "Durchschnitt zu Fehlzeitenbeginn" ankreuzen. Es gilt dann der im ersten Monat der Fehlzeit mit der Lohnart der Fehlzeit abgerechnete Betrag oder Faktor. Menge an die BBA: Falls es Lohnarten gibt, die für bestimmte Abrechnungsarten nur mit Betrag, aber ohne Menge an die Baubetriebsabrechnung übergeben werden sollen, dann diese Auswahl hier treffen.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Bewertungslohnart ist Abzugslohnart

Wenn bei einer Lohnart Bewertungslohnarten eingetragen sind, und wenn darin Abzugslohnarten enthalten sind, dann kann für das Ergebnis der Bewertung der Betrag solcher Lohnarten abgezogen werden.

Das bedeutet, ein Betrag für eine solche Lohnart kann ermittelt werden, z.B. weil er im Personalstamm bei der Lohnart eingetragen ist, und die Lohnart ist in der Lohnarten-Karte als Abzugslohnart gekennzeichnet. Dies gilt nur für den Betrag, der sich aus Bewertungslohnarten ergibt; sonst bleiben die Bewertungsregeln ungeändert. Die Steuerung hierfür ist: beim Eintrag der Bewertungslohnarten "Abzugslohnart abziehen" ankreuzen.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Wertbegrenzung

"Wertbegrenzung Tag" und "Wertbegrenzung Monat" bei der Lohnart bedeuten, die Lohnart wird bei der Abrechnung gekürzt. Bei Betragslohnarten ist die Zahl der Betrag, bei Tageslohnarten sind es die Tage, bei Stundenlohnarten die Stunden. Die Auswahl "Nur Hinweis" bedeutet: es wird nicht begrenzt, sondern ein Hinweis gegeben, wenn die Berichtsdaten geprüft werden. Wenn aber begrenzt wird, dann vermindert die Abrechnung automatisch Betrag, Tage oder Stunden der Lohnart.

Lohnart bewerten und begrenzen

Wenn eine Tageslohnart ihren Faktor aus einem Monatsbetrag geteilt durch die Solltage des Monats erhält und wenn außerdem die Anzahl der Tage, die mit dieser Lohnart im Monat abgerechnet werden darf, begrenzt ist, dann wird auf die Solltage des Monats begrenzt. Das bedeutet, es ist eine Tageslohnart, bei der Bewertung der Lohnart ist SZTAG als Divisor eingetragen, außerdem ist eine Zahl bei "Wertbegrenzung Monat" eingetragen, zum Beispiel 30. Wenn die Anzahl der Solltage kleiner als die Wertbegrenzung ist: dann wird die Wertbegrenzung auf die Solltage ausgeführt.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung: Bewertung, Wertbegrenzung Monat.

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Zur Drucksteuerung

Lohnart, nicht auf Druck Abrechnung

Wenn eine Lohnart als Ausnahme gar nicht auf der Abrechnung gedruckt werden soll, dann kann dies definiert werden. Dies kann so sein, wenn tatsächlich ein AG-Anteil per Lohnart abgerechnet werden muss. In diesen Ausnahmefällen so vorgehen: In der Übersicht der Lohnarten die Spalte "Druck Abrg." einblenden und für diese Lohnart auf "Nicht drucken" setzen.

/Stammdaten/Lohnarten, Spalte auswählen, Liste bearbeiten: "Druck Abrg.".

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Zu Druckausgaben

Abgerechnet Monat Vormonat

Der Bericht "Abgerechnet Monat Vormonat" listet pro Personalnummer ausgewählte Lohnarten mit den Beträgen, die für den Vormonat und für den Monat abgerechnet wurden.

Die Personalnummern und Lohnarten können gefiltert werden. Von den Lohnarten können wahlweise nur diejenigen gedruckt werden, die auch im Personalstamm eingetragen sind. Es wird nach Personalnummer sortiert. Pro Personalnummer kann eine neue Seite begonnen werden.

Der Monat wird vorgegeben; es werden zwei Abrechnungsmonate verglichen.

Wahlweise können nur die Lohnarten gedruckt werden, deren Beträge sich gegenüber dem Vormonat geändert haben. Bei Eintritt oder Austritt werden die Beträge des nicht abgerechneten Monats als 0 gedruckt. Rückrechnungen werden zur Information in einer eigenen Zeile gedruckt.

Die Spalten sind: Personalnummer und Name, Lohnart und Bezeichnung, Betrag Vormonat, Betrag Monat, Differenz Ja Nein, ein Info-Text. Der Info-Text wird z.B. bei Rückrechnungen ausgegeben und bei der Tariflohnart, wenn Tarifwechsel ist, oder wenn weniger als 30 SV-Tage abgerechnet wurden.

/Berichte/Berichte drucken, <blolohmon abgerechnet="" monat="" vormonat="">.

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Lohnarten Statistik, Lohnarten zu SFN

Beim Druck der Lohnarten Statistik werden Lohnarten für Sonntag-Feiertag-Nacht-Zuschläge nur dann am Ende in die "Summe Gesamt" eingerechnet, wenn sie als Gesamtbrutto definiert sind. Damit ein Betrag nicht mehrmals eingerechnet wird.

/Berichte/Berichte drucken, <blolohsta lohnarten="" statistik="">.

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Sonstiges zu Lohnarten

Lohnarten, Netto auf Brutto, Rückrechnungen

Wenn eine Lohnart definiert ist, von Netto auf Brutto zu rechnen, dann kann dazu keine Rückrechnung ausgeführt werden.

/Stammdaten/Lohnarten, Register Steuerung und

/Abrechnung/Aktuelle Abrechnung.

Webclient: /Stammdaten; Lohnarten, Register Steuerung und

/Abrechnung; Aktuelle Abrechnung.

Lohnarten, Netto auf Brutto, Winterbau-Umlage

Wenn eine Lohnart definiert ist, von Netto auf Brutto zu rechnen, dann wird der Anteil des Arbeitnehmers zur Winterbau-Umlage in die Berechnung mit einbezogen. Sie gilt also als Abzug vom Brutto.

/Stammdaten/Lohnarten, Register Steuerung und

/Abrechnung/Aktuelle Abrechnung.

Webclient: /Stammdaten; Lohnarten, Register Steuerung und

/Abrechnung; Aktuelle Abrechnung.

Folgelohnarten, Bedingung

Wenn Folgelohnarten nur unter einer Bedingung gebildet werden sollen, wenn z.B. die Bedingung ist, dass der Betrag der abgerechneten Lohnart größer als 0 sein muss, damit die Folgelohnart gebildet wird: dann statt 0 eine andere Zahl eintragen, also im Beispiel Bedingungsbasis "Betrag", Bedingung "Größer" und als Bedingungswert 0,01. Wenn der Betrag kleiner als 0 sein muss, dann ist der Bedingungswert 0,01.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung.

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Lohnart, Folgelohnart für Abrechnungsart kopieren

Bei einer Lohnart kann die Definition zu einer Folgelohnart in andere Lohnarten kopiert werden. Wenn es zum Beispiel eine neue Abrechnungsart gibt, dann zuerst bei einer Lohnart die Definition zur Folgelohnart für die neue Abrechnungsart treffen. Dann "Abrechnungsart kopieren" aufrufen und vorgeben, für welche anderen Lohnarten diese Folgelohnart mit der neuen Abrechnungsart eingetragen werden soll.

Wie die Definition aussehen soll, kann bestimmt werden: wie eben getroffen oder wie bei der Lohnart, in die kopiert wird, bereits für eine andere Abrechnungsart eingetragen.

Dabei können einige Bedingungen geprüft werden, etwa: Nur dann kopieren, wenn bei der Lohnart, in die kopiert wird, ein Eintrag für eine andere Abrechnungsart vorhanden ist, also auch ein Eintrag für die neue Abrechnungsart nötig sein wird.

Zur Kontrolle kann beim Kopieren auch die Übersicht aller Folgelohnarten angezeigt werden.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung, Generierung von Folgelohnarten, Abrechnungsart kopieren.

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Lohnart, Differenz zu Sollstunden

Die Stunden einer Lohnart können bis zu den Sollstunden des Tages gekürzt werden.

Beispiel

8 Sollstunden, 2 Stunden mit anderer Lohnart berichtet, 8 Stunden mit einer Lohnart berichtet, die geprüft werden soll: diese Lohnart wird auf 6 Stunden gebracht. Dies gilt für Stundenlohnarten mit passiven Entgeltstunden.

Andersherum: die Stunden der Lohnart erhöhen, wenn Stunden bis zu Sollstunden fehlen, das wird hierbei nicht ausgeführt.

Die Berichtsdaten werden so geändert bei der Erfassung und wenn die Berichtsdaten geprüft werden.

/Stammdaten/Lohnarten, Steuerung: Bei Erfassung Diff zu Sollstd.

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Lohnart, Differenz zu Sollstunden, besondere Einrichtung

Wenn die Stunden einer Lohnart mit "Bei Erfassung Diff zu Sollstd" auch auf die Sollstunden gebracht werden sollen, genauer: auf die Reststunden bis zu den Sollstunden, und zwar sofern gar keine Menge berichtet wurde: das kann eingerichtet werden.

Beispiel

8 Sollstunden, 2 Stunden mit anderer Lohnart berichtet, 0 Stunden mit einer Lohnart berichtet, die geprüft werden soll: diese Lohnart wird auf 6 Stunden gebracht.

Dann wird die Lohnart mit "Bei Erfassung Diff zu Sollstd" nicht beim Erfassen geändert, sondern wenn die Berichtsdaten geprüft werden. Dazu in der Baulohn Einrichtung im Register Prüfen bei den Internen Steuerungen #DIF eintragen, das ist: "zu Lohnart, Erfassung Differenz zu Soll; bei Berichtsdaten nicht vorschlagen; erst beim Prüfen."

/Abteilungen/Baulohn/Einrichtung, Baulohn Einrichtung, Register Prüfen, Interne Steuerungen.

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Lohnart durch eine andere ersetzen

Eine Lohnart kann bei der Abrechnung durch eine andere Lohnart ersetzt werden soll, dazu können Bedingungen ausgewählt werden:

  • ersetzen, wenn SaSoFeiertag
  • Feiertag
  • SoFeiertag
  • Sonntag
  • SaSo
  • Samstag

Das bedeutet, die Option kann nicht pauschal immer ausgeführt werden, sondern immer nur zu genannten Bedingungen.

/Stammdaten/Lohnarten, Bearbeiten, Register Steuerung: Ersetzen durch Lohnart, Ersetzen wenn.

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Betrag steuerfrei abrechnen, dann Steuerpflicht

Lohnarten, steuerfrei, steuerpflichtig

Wenn eine Lohnart bis zu einem Betrag steuerfrei ist, dann aber steuerpflichtig wird, dann kann dies so eingerichtet werden:

  • Eine Lohnart erstellen mit der Funktion 2418 "Steuerfrei, SV-frei". Bei der Lohnart zusätzlich als "Kennung steuerfreier Bezug: 22 steuerfrei, steuerpflichtig" auswählen.

Bei der Lohnart die Grenze des Betrags, bis zu dem sie steuerpflichtig ist, als "Wertbegrenzung Monat" eintragen, dieser Betrag, so wie er da steht, gilt gleichzeitig als Wertbegrenzung fürs Jahr.

  • Eine weitere Lohnart erstellen mit der Funktion 2419. Bei dieser Lohnart die gleiche "Kennung steuerfreier Bezug eintragen", auch wenn die Lohnart tatsächlich nicht steuerfrei ist.

Wenn für diese Lohnart ebenfalls eine Grenze gilt, dann diese als "Wertbegrenzung Monat" eintragen, dieser Betrag gilt auch aufs Jahr.

Beide Lohnarten können in ihrer Steuerpflicht, SV-Pflicht definiert werden, so wie es nötig ist; dies wird nicht geprüft. Es ist möglich, mehrere solcher Lohnarten zu erstellen.

Was abrechnen?

Die Lohnart mit der Funktion 2418 abrechnen. Das können auch mehrere Lohnarten sein. Dabei wird die Summe aller Lohnarten mit dieser Funktion und mit dieser Kennung aufs Jahr geprüft, der abgerechnete Betrag, wenn nötig, gekürzt und was gekürzt wurde auf die Lohnart mit der Funktion 2419 und mit der gleichen Kennung übertragen.

  • Gekürzt und in die pflichtige Lohnart übertragen wird höchstens der Betrag, der im aktuellen Monat abgerechnet ist.
  • Wird die SV-Pflicht erreicht, dann wird ein Hinweis zur Abrechnung ausgegeben.
  • Weitere solche Verarbeitungen können mit "Kennung steuerfreier Bezug": 24, 26 ausgeführt werden.

Stammdaten/Lohnarten, Register Allgemein, Bewertung, Kennung.

Webclient: Stammdaten/Lohnarten, Bearbeiten: Register Allgemein, Bewertung, Kennung.

Weiteres zu Lohnarten, steuerfrei, steuerpflichtig

Wenn Lohnarten mit den Funktionen <2418 Steuerfrei, SV-frei; 2419 steuerpflichtig, SV-pflichtig> und der Kennung steuerfreier Bezug 22 oder 24 oder 26 verwendet werden, dann gilt:

  • Es können auch Einmalbezüge mit diesen Funktionen und Kennungen eingerichtet und abgerechnet werden.
  • Wenn es eine solche Lohnart mit 2418 SV-frei gibt, dann auch eine Lohnart mit 2419 SV-pflichtig einrichten.

Bei der Lohnart mit der Funktion 2419 SV-pflichtig kann ebenfalls eine Wertbegrenzung eingetragen werden, das ist ebenfalls die Wertbegrenzung Monat, die auch fürs Jahr zählt.

  • Wird diese für die Lohnart mit dieser Funktion und dieser Kennung erreicht, dann wird der Betrag gekürzt.
  • In diesem Fall wird ein Hinweis zur Abrechnung ausgegeben.

Lohnarten umbenennen, manuell nachbearbeiten

Eine Lohnart kann in der Lohnarten-Karte umbenannt werden; wenn die Lohnart in Filtern eingetragen ist, müssen die Filter aber manuell nachbearbeitet werden, das sind:

  • /Stammdaten/Personalstamm, Funktion, Lohnartenfilter.
  • /Berichte/Personallisten, Definition.
  • /Stammdaten/Sozialkassen; Bearbeiten: Zusätzliche Lohnarten für Zusatzversorgung.
  • /Stammdaten/Lohnarten, Bewertung: Bewertungslohnarten.

Pseudolohnarten

Eine Lohnart, die mit der Bezugsart "Pseudolohnart" gekennzeichnet wird, kann abgerechnet werden, wird aber auf der Abrechnung nicht gedruckt, ihr Betrag gelangt dennoch in die Finanzbuchhaltung oder in die Kostenrechnung, wenn sie kontiert ist.

/Stammdaten/Lohnarten, Steuerung: Bezugsart.

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Druck der Abrechnung, Nettolohnart mit Menge

Wenn eine Lohnart im Nettoteil der Abrechnung gedruckt wird, aber mit Menge berichtet und abgerechnet wird, dann kann sie auch mit Menge gedruckt werden: dazu bei der Lohnart die Vorgabe "Faktoreingabe Berichtsdaten" auf "Menge" oder "Menge und Faktor" setzen". Es gilt die Einstellung, wie sie aktuell bei der Lohnart ist.

/Stammdaten/Lohnarten, Bearbeiten, Register Steuerung.

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Lohnarten-Historie

Lohnarten-Historie

Schreiben der Lohnarten-Historie

Die Lohnarten-Historie wird geschrieben, wenn Baulohn, Abrechnung, Monat, Monat abschließen ausgeführt wird. Ferner kann sie unter Systemadministration, Service, Baulohn Service, "Lohnart-Historie schreiben" ausgeführt werden, dabei gilt das Arbeitsdatum als Monat. Die Historie kann in der Lohnartenkarte über den Historien-Button angesehen werden.

Historie

Die Historie stellt die Eintragungen des Lohnartenstamms fest, wie sie zum Zeitpunkt des Erstellens der Historie galten. Dies dient zwei Zwecken:

  • Dokumentation: Es kann nachvollzogen werden, wie früher die Lohnarten-Definitionen waren.
  • Bewertung: Bei Rückrechnungen werden die Bewertungen laut Historie herangezogen.

Zeitpunkt

Die Lohnarten-Historie soll also geschrieben werden, wenn die Abrechnung des Monats vollständig abgeschlossen ist. Weil zwischen der Abrechnung selbst und dem Abschließen ein gewisser Zeitraum liegt, in dem Zahlungen, Beitragsnachweise etc. erstellt werden, besteht die denkbare Möglichkeit, dass zwischenzeitlich im Lohnartenstamm geändert wird.

Deshalb sollte das Abschließen des Monats und das Erstellen der Historie erfolgen, bevor die ersten Abrechnungen des neuen Monats ausgeführt werden. Also bevor evtl. Änderungen im Lohnartenstamm erforderlich sind.

Da der Lohnartenstamm, und ebenso die Historie, für alle Mandanten gilt, soll das Abschließen des Monats zwischen den zuständigen Bearbeitern der Mandanten abgestimmt werden.

Historie und Rückrechnung

Bei Rückrechnungen werden nur ausgewählte Daten aus der Lohnarten-Historie benutzt:

dies sind die Bewertungen (Register Bewertung) sowie der Prozentsatz (Register Berechnung einschl. Prozentsatz pro Niederlassung) und Folgelohnarten. Für die Kontierung kann in der Einrichtung des Baulohns ausgewählt werden, ob sie aus der Historie genommen werden soll.

Folgelohnarten und Rückrechnung

Die Folgelohnarten, die zu einer Lohnart ausgeführt werden, gelten laut der Lohnarten-Historie für den Monat, auf den zurückgerechnet wird. Es werden bei Rückrechnung also nicht die aktuell eingetragenen, sondern die in der Historie vermerkten Folgelohnarten gebildet. Dies, sofern überhaupt eine Historie für die Basislohnart und den Monat vorhanden ist.

/Stammdaten/Lohnarten, Bearbeiten, Historie, Generierung.

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Historie, Mandanten und Rückrechnung

Für die Historiendaten, die für eine Rückrechnung von Bedeutung sind, gilt für Sonderfälle dieses:

Wenn Bewertungen pro Mandant unterschiedlich sein müssen, können unterschiedliche Abrechnungsarten benutzt werden. Die Vorgehensweise ist dann: den Personalnummern in den einzelnen Mandanten jeweils Abrechnungsarten zuordnen, die nur für ihren Mandanten vorgesehen sind. Dann besteht keine Notwendigkeit, Bewertungsdefinitionen zu ändern, je nach Abrechnung in einem oder anderem Mandanten.

Wenn unterschiedliche Prozentsätze gelten, so kann dies über die Prozentsätze pro Niederlassung gesteuert werden. Diese werden pro Mandant angelegt und historisiert.

Folgelohnarten und Verkettung

Sonstiges zu Folgelohnarten

KSt-Bedingung für Folgelohnart

Wenn eine Folgelohnart gebildet wird, kann dies bedingt werden; wenn die Berichts-Kostenstelle einen abweichenden Tarif hat, dann wird, wenn so gewünscht, die Folgelohnart nicht gebildet.

Wenn z.B. beim Zeitlohn ein Zuschlag eingetragen ist, der in der Regel, aber bei einigen KSt doch nicht abgerechnet werden soll, dann kann dies für diese KSt ausgeschlossen werden. Die Bedingung ist, dass bei den KSt ein abweichender Tarif eingetragen ist; gleich welcher. Das bedeutet dann: für diese KSt wird kein Zuschlag gerechnet.

/Stammdaten/Lohnarten, Bewertung, Berechnung, Folgelohnarten, "Generierung von Folgelohnarten": KSt-Bedingung: KSt ohne abw. Tarif.

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Keine Folgelohnarten auf Folgelohnarten

Lohnarten, die selbst als Folgelohnarten gebildet wurden, können keine Folgelohnarten bilden.

Entgeltkürzung

Entgeltkürzung

Folgelohnarten, Menge

Wenn an eine Folgelohnart der Betrag der Lohnart mit Vorzeichenwechsel übergeben wird, also ein Abzug des Betrags beabsichtigt ist, und wenn die Folgelohnart eine Stundenlohnart ist, dann wird außerdem die Menge übergeben. Auf diese Weise erscheint die negative Menge auf der Abrechnung und wird bei den Entgeltstunden mitgerechnet.

Die Voraussetzungen hierfür bei den Stammdaten der Folgelohnart sind folgende: Die Lohnart muss als Berechnungseinheit Stunden haben und als Faktoreingabe Berichtsdaten muss "Menge und Betrag" eingetragen sein.

/Stammdaten/Lohnarten, Register Steuerung und Berechnung.

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